KNOPPIX -
Kurzbeschreibung
gilt für ältere Knoppix-Originalversionen und ähnliche
Derivate - NICHT (oder
nur teilweise) für Tartuga-DSL
Allgemeine Hinweise (Basisinformationen)
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Knoppix ist ein Linux-System,
welches ausschliesslich im Arbeitsspeicher als RAM-disk läuft. Im Prinzip braucht es
weder Windows noch eine Festplatte. Ab 128 MB funktioniert es sogar ganz ohne
Festplatte. Für grafische, speicherintensive Anwendungen sind
128 MB das Minimum. Mit weniger RAM ist eine Auslagerungsdatei
unerlässlich, ansonsten aber immer von Vorteil. Linux hat die
Eigenheit, im Betrieb den Arbeitsspeicher möglichst zu "füllen"
und sei er noch so gross. Als Auslagerungsdatei eigenet sich
besser eine SWAP-Partition (Konfiguration s.h . weiter unten)
aber eine SWAP-Datei auf einer FAT-Partition (z.B. unter
Windows) tut es auch. Dazu bietet Knoppix ein spezielles Programm
(mkdosswapfile), welches diese Datei automatisch
erstellt.
Zugriff auf Festplatten:
Standard ist nur Lesen. Der Schreibschutz kann aber von
Fall zu Fall aufgehoben werden (s.h. Menü). Es spielt dabei
keine Rolle, ob es sich um ein Windows- oder Linuxsystem handelt.
Man kann also z.B. Dokumente beider Systeme bearbeiten und wieder
auf der Festplatte speichern. Bei Windows NT und 2000 ist dieser
Vorgang nur bedingt und nur für Experten zu empfehlen. Bei
Linux gelten die Linux-Lese+Schreibrechte der betreffenden
Dateien und bei Windows haben Sie auch ohne Passwort (ausgenommen
speziell verschlüsselte Daten ) Zugriff auf die Dateien. Diese
Eigenschaft macht Knoppix so nützlich, wenn z.B. eine Windows-Partition
nicht mehr zugänglich ist, bei Problemen mit dem MBR,
Virenbefall etc.; mit Knoppix kann man dann doch noch auf die
Daten zugreifen! Bereits gibt es eine spezielle Knoppix-Version
("Knoppicillin"), welches noch mehr Werzeuge
gegen Viren &Co enthält, sowie zur Datenrettung,
Systemreparatur etc.
Knoppix startet ohne weiteres
Dazutun mit der grafischen Umbebung KDE. Diese Wahl wurde
wohl getroffen, weil KDE etwa gleich ausssieht und intuitiv
funktioniert wie Windows (Linux-KDE gab es schon vor Windows-XP
!) Nachteil von KDE: Belegt sehr viele Ressourcen und ist eher
langsam. Ansonsten bietet diese Umgebung sehr viel mehr Möglichkeiten
als Windows - ob sinnvoll oder weniger sei dahingestellt.
Nach einer gewissen Zeit,
wenn man mit Knoppix, bzw. Linux etwas vertrauter ist, kann man auch
mit einerm anderen Desktop starten. z..B. im Boot-Prompt
schreibt man " knoppix desktop=fluxbox" oder eine andere Option (s.h. Bootoptionen)
. Eine solche schnörkellose grafische Oberfläche erlaubt
schnelleres und professionelleres Arbeiten. Wenn man will, kann
man auch hier Menüleisten aufrufen und auch sämtliche (jetzt
vertrauten) KDE-Fenster und -Programme lassen sich immer
noch aufrufen. Diese Oberflächen laden eher zur textorientierten
Bedienung ein und auch zum Gerauch der äusserst leistungsfähigen
Shell-Terminals . Eigentlich braucht Linux gar keine
grafische Oberfläche ... mit den Funktionstasten kann man
zwischen veschiedenen Konsolen hin und her wechseln.
Speichern der persönlichen
Konfiguration: Beim Abschalten des PCs sind auch alle Daten
im Arbeitspeicher weg. Man möchte aber vielleicht seine
Lieblingskonfiguration festhalten und insbesonders z.B. den
Internetzugang nicht jedes Mal neu konfigurieren. Ebenso möchte
man in der Regel doch einige Dokumente, Adressdaten usw. bei
jedem Start wieder hergestellt haben. Dies ist möglich auf einer
Diskette und/oder ab Version 3.2 auch auf Festplatte, Memory
Key etc. Details s.h. unten.
Eine solche
Konfigurations-Diskette wird beim Starten gleichzeitig mit
der CD eingelegt und ein entsprechender Eintrag im Boot-Prompt
geschrieben. Es empfiehlt sich, anfänglich immer eine neue Konfigurationsdiskette
zu erstellen, bis man eine zufriedenstellende Konfiguration
erreicht hat. Wenn auf unterschiedlichen Maschinen gearbeitet
wird, sollte man auch unterschiedliche Konfigurations-Disketten
erstellen.
Wie sind dauerhaft
Daten und Einstellungen zu speichern?
| - Speichern auf
Diskette (floppy) -------> Eine Diskette kann jederzeit eingebunden werden -> mounten bloss einlegen genügt je nach Version eventuell nicht -------> Auf der noch eingebundenen Startdiskette für Daten, damit sie für das nächste Mal gespeichert bleiben (höchstens ca. 30 kB)> nicht empfehlenswert, Systemdisketten sind oft schribgeschützt. - Speichern auf dem Desktop bzw. im Ordner "Desktop". Vor dem Beenden der Sitzung erstellt (oder überschreibt) man eine NEUE Konfigurations-Diskette und setzt zusätzlich die Option "-d" (f. Desktop) . Nebst der Konfiguration werden alle Desktop-Dateien komprimiert auf Diskette gespeichert und das nächste Mat wieder hergestellt. Der Befehl zu diesem Verfahren> "saveconfig" oder im Menü -> KNOPPIX --> Configure --> Save Knoppix configuration. Analoge Möglichkeiten für das Speichern auf Festplatte oder anderem Datenträger. Wenn es sich um eine Diskette handelt, schreibt man beim nächsten Start " knoppix floppyconfig " ansonsten s.h. Anleitung. - Speichern
mit ZIP-Dispositiv (am Parallelport): Das können Sie
nur als "root" in der Konsole oder in
einem Terminal oder mit dem 'Konqueror im Superuser-Modus'
tun. Arbeit mit Dateien>
kopieren, Lösen der Einbindung
des Zip-Laufwerks: ....
cd /
|
Die wichtigsten Tools
zum Anfangen
- System:
| Haupteinstellungen, System
>mit KDE ->Hauptmenu ->KNOPPIX ->
Configure ... Save Knoppix configurationDamit speichern Sie die Konfiguration auf Floppy oder (ab Version 3.2) anderswo. S.h. oben. Shellbefehl -> "saveconfig " ... SWAP
file configuration: Damit erstellen Sie eine SWAP-Datei
auf der Festplatte und zwar unter DOS / Windows als
Ersatz für eine echte SWAP-Partition. .... Root shell /X-Terminal
als "root": Erforderlich für gewisse
Aufgaben wie z.B. mounten von Laufwerken. Ansonsten >
Aufruf im Benutzerterminal: ' sudo xterm ' |
- Anwendungen (KDE):
| -
Linux mit KDE-Desktop ist ähnlich intuitiv zu bedienen
wie Windows. Für die Haupteinstellungen -> Hauptmenü
-> -> "KDE Kontrollzentrum" ( Shellbefehl: " kcontrol"). Hier kann man die Sprache, das Tastaturlayout *, etc. auswählen und die Netzwerkeinstellungen vornehmen u.v.m. *) Tastaturlayout einstellen: Im Kontrollzentrum Suchbegriff " tastatur" oder " keyboard" eingeben; es erscheint das Programm zur Auswahl (z.B. Schweiz französisch) |
- Starten:
-1-
Vergewissern Sie sich, dass
der PC von CDROM booten kann, wenn nicht, ändern Sie die
Einstellung im BIOS. Falls dies nicht möglich sein sollte, muss
eine Startdiskette erstellt werden (Anleitung auf CD).
Diese kann auch von uns bezogen werden:
pellix@pellix.ch
-2-
PC starten und CD einlegen.
Nach 2....4 Minuten kommt die grafische Oberfläche und Sie haben
die Wahl mit [ENTER] weiterzufahren oder, falls es Probleme geben
sollte, mit "F2" das Boot-Prompt aufzurufen. Dort
werden sehen Sie eine Liste möglicher (kombinierbarer) Eingaben.
Möglicherweise startet Ihr Knoppix mit US-Tastaturlayout. Sie
finden dann auf einerm CH-Layout das "="ganz oben
rechts.
-3-
Erste Gehversuche: Die
Programmauswahl ist weitgehend selbsterklärend und grösstenteils
dokumentiert.
INTERNET: Im Hauptmenü
unter "Internet" finden Sie Programme für die
Konfiguration von ADSL- /ISDN-Anschlüssen. Haben Sie ein Modem,
rufen Sie in der Befehlszeile (grafisch oder X-Term) mit
"kppp"das entsprechende Programm auf.
Warten Sie noch ab mit den speziellen Sicherheitseinstellungen
und LAN-Einstellungen, bis Sie besser mit dem System vertraut
sind.
Email: es stehen 3
Programme zur Verfügung: Kmail (schnell, sicher,
verwaltet mehrere Accounts problemlos). Shellbefehl: "kmail"; Mozilla: Gleich wie
Netscape: Nebst Browser und Editor gibt es noch ein Emailprogramm.
Evolution: Aehnlich wie Lotus Notes, benötigt
viele Ressourcen und ist eher langsam.
Browser: Mozilla
(Shellaufruf: " mozilla")
und das Standardfenster (Filemanager) von KDE (Shellaufruf:
" konqueror")
FTP: Das
Standardfenster (Konqueror) von KDE ist zugleich auch ein FTP-Client.
Adresseingabe nach Muster: benutzername@servername.serverdomain (z.B. :
mueller_jh@virtualservermueller.xonline.com)
PRAXIS:
Anfänglich unterscheidet
sich Linux (mit KDE) kaum von Windows, ausser, dass man
auf 4 Desktops (s.h. unterer Bildschirmrand->
Befehlsleiste)arbeiten kann, und dass die Gestaltungmöglichkeiten
der grafischen Oberfläche viel weiter gehender sind. Was die
Leistungsfähigkeit v. Linux ausmacht, sind jedoch die
textbasierten Konsolen und die entprechenden Emulationen auf der
grafischen Oberfläche (X-term und andere Varianten). Hier kann
man sozusagen in "zwei verschiedenen Welten" arbeiten
und dies gleichzeitig! Man kann gleichzeitig intuitiv wie auch
mit Code-Eingabe arbeiten, als reiner Benutzer und /oder in der
Shell.
Ein anderer Unterschied zu
Windows, dem man bals einmal begegnen wird, ist die Tatsache,
dass Laufwerke nicht nur anders benannt werden sondern auch immer
eingebunden und wieder gelöst werden (Shellbefehl: mount und umount) , bei
neueren Versionen geht das unter KDE auch grafisch.
Xfce, blackbox, etc.: Diese grafischen Umgebungen sind wesentlich schlanker programmiert, sie verführen auch nicht zum multimedialen Desktop-Barock. Interesssant ist die Eigenschaft, in einer blackboxartigen Oberfläche das KDE-Fenster (Shellbefehl : 'konqueror') sowie alle anderen KDE-Anwendungen aufrufen zu können ohne das ressourcenfressende KDE-Desktop laden zu müssen. Dadurch arbeitet man viel schneller, auch mit den Office-Programmen ->
OFFICE: "Open Office"
steht dem Produkt aus Redmont in vielen Bereichen kaum nach, in
gewissen Belangen (XML) ist es sogar weiter entwickelt;
allerdings braucht es viel Zeit, bis es endlich startet (mit älterem
CPU fast eine Kaffeepause lang... ). Open Office entspricht dem
StarOffice 6.., dessen neue Version StarOffice von der Sun
Microsystems übernommen wurde. Allerdings fehlt die Adabas-Datenbank.
Grundsätzlich ist ein auf CD installiertes System wie
Knoppix nicht dazu gedacht, Datenbanken anzulegen;
beherrscht man aber die alternative Speicherung auf Memory Key
oder anderen Medien, dann kann aus dem Nachteil auch ein Zugewinn
an Sicherheit werden. Sensible Daten sind nicht mehr auf dem PC
gespeichert. Diese Lösungen könnten in danach einem Betrieb
sogar zum Umdenken bei der Sicherheitsstrategie führen. Kleinere
Datenbanksätze, wie persönliche Adressbücher, Palm-Sicherungskopien
sowie Mailordner etc. hingegen, können problemlos unter
"Desktop" gespeichert werden (zuerst entsprechende
"Ordner" anlegen!).
Diese Daten werden komprimiert und in der persönlichen
Konfiguration gepeichert, wenn man am Ende der Sitzung mit dem
Programm ->' Hauptmenü -> KNOPPIX -> Save Knoppix
configuration
' oder dem Shellaufruf ' saveconfig ' die Konfiguration speichert und zwar
mit der (zusätzlichen) Option ' d- ' (= desktop). Dazu ->
Speichern (oben). Man beachte aber
die Kapazität des jeweiligen Mediums, der Kompressionsgrad liegt
etwa bei 70%).
Beim nächsten
Start bewirkt man das Laden dieser Konfigurations- und
Desktopdateien durch einen Eintrag im Boot-Prompt (F2), z.B.
' knoppix floppyconfig ' , falls auf Diskette.
Bei anderen Datenträger s.h. -> FAQ
Viel schneller startet "
ABIWORD ". Ein Schreibprogramm, welches noch
kompatibler mit MS-Word-Dokumenten umgehen kann als OpenOffice
(Shellaufruf: ' abiword '.) Ein einfacher Editor (auch zum
Programmieren) ist KWrite (Aufruf: 'kwrite') . Auch K-Office ist eine recht schnelle
Arbeitumgebung, in Knoppix fehlen aber (die richtigen)
Sprachkorrekturmodule
"GNUMERIC" ist
Excel-kompatibel, wenn auch nicht mit so vielen grafischen Möglichkeiten;
hingegen riesiger Formelsatz. Etwas gewöhnungsbedürftig aber
schnell. (Shellaufruf ' gnumeric ').
Es gibt noch viele andere
Editoren, " Emacs" ist der mächtigste und
vielseitigste aber schwierig zum Erlernen (für Profis).
Rechenprogramme: Kcalc
('kcalc') und XCalc (' xcalc'): Taschenrechner. Im Terminal: BC ,
Aufruf 'bc':
Man rechnet wie so, man schreibt.Für Geometrisches: KGeo ('kgeo'). Oder man führt Rechenoperationen (auch sehr
komplexe) mit PERL aus, Aufruf: 'perl -v'. PERL ist eine Programmiersprache und in der
Unix-Welt sehr verbreitet.
Ferner: PDF-Dokumente können
gelesen (' xpdf ' u. "Acrobat Reader" ) und auch
generiert werden. Das Druckerprogramm kann Dokumente statt
ausdrucken, direkt in einen PDF-Anhang eines Emails
umwandeln!
Grafikprogramm: GIMP
(Aufruf: 'gimp') soll ~Photoshop u.ä. das Wasser
reichen können (punkto Leistung, vielleicht etwas weniger im
Komfort).
Bildbetrachter: KView (' kview' ) und andere.
Filemanger: KDE-Fenster ( 'konqueror') ¦¦ Xftree, sehr schnell u. schnörkellos (' xftree') ¦¦ MC ( 'mc ') ; ideal zur Dateienmanipulation
INTERNET: sh. oben ("Erste Gehversuche")
ZUSAMMENSTELLUNG einiger
Aufrufbefehle ( im Terminal, teilw. auch in der grafischen
Kommandozeile möglich) :
| kcontrol Oeffnet das
Kontrollzentrum von KDE > für System- und persönliche
Einstellungen. (Gelten dann auch unter GNOME) saveconfig Ruft das Programm zur Speicherung der Konfiguration und Desktop-Dateien auf sudo xterm Oeffnet das "Root-Terminal", für gewisse Aufgaben erforderlich (z.B..mounten) shutdown -h now Linux / Unix -Befehl zum Hinunterfahren des Systems vor dem Ausschalten. Ohne Einbindung von Laufwerken kann Knoppix auch nur durch Abschalten beendet werden. kmail Standard-Emailprogramm (es hat noch andere ...) konqueror Standardfenster von KDE + Filemanager + Internetbrowser +FTP-Client + Bildbetrachter kppp Modemeinwahl (für ADSL , ISDN -> Knoppix -> kcontrol ....) mozilla wie Netscape Communicator abiword schnell sich öffnendes, komfortables Schreibprogramm, auch für MS-Word-Dokumente! gnumeric Tabellenkalkulation, grafisch wenig erbaulich aber mathematisch sehr leistungsfähig kview schneller Bildbetrachter (es gibt noch andere) xpdf schneller PDF-Reader ( Adobe Acrobat Reader (TM) gibt es auch noch) xterm die normale Benutzer-Konsole
für Shellaufrufe, Systembefehle, Programmierung etc. Wichtigstes
Werkzeug von Linux ¦¦ falls "root" -Rechte
erforderlich sein sollten, muss vor jedem
Befehl ' kdsu ' oder 'sudo' eingegeben werden (=
Superuser). Falls zusätzlich auch der Name "root"
erforderlich ist --> anderes (Root-)Terminal aufrufen
mit ' sudo xterm ' |
=> Besonderheiten der Laufwerks- und
Partitionenbezeichnung (wichtig!)
=>Weitere technische Details
=>KNOPPIX FAQ
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Information: pellix@pellix.ch
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